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04
Dezember
2014

Switch Kono - Tobias Schwarz

Switch Kono - Tobias Schwarz

Der Switch Kono ist ein verhältnismäßig junges Manöver und sieht zugegebenermaßen etwas ungewöhnlich aus. Und so komisch die Bewegung anfangs auch ist, so magisch fühlt sich der Move auch an. Im Prinzip ist er nichts anderes als eine gesprungene DuckTack. Doch wie springt man in back-stehend gegen den Wind ab? Wie funktioniert dieser Move im Detail?

1. Wichtig ist wie immer Speed. Gar nicht unbedingt für den Sprung selber, allerdings für die Einleitung. Gehe deshalb auf tiefen Halbwind bis Raumwindkurs.

2. Wechsel deine Fußposition auf Switchstance. Achte hierbei darauf, Druck über den Vorarm auf den Mastfuß zu bringen. So zentrierst du deinen Schwerpunkt auf die Brettmitte und bleibst lange im Gleiten. Kleiner Trick: Manchmal hilft es, den vorderen Fuß verhältnismäßig lange in der ursprünglichen Schlaufe zu belassen, um möglichst wenig Unruhe auf das Brett zu übertragen.

3. Segel shiften. Überziehe hierfür kurz vor dem Shiften das Segel. So nimmst du Druck aus dem Rigg und es lässt sich leichter werfen. Stelle sicher, dass du bereits etwas breiter am Gabelbraum greifst und halbwegs aufrecht stehst. Schiebe nun, sobald du weniger Druck im Segel versprürst, das Rigg relativ starr nach vorne/luv. Wenn das Segel Richtung Bug vor deinen Körper gewandert ist, nimmst du deine ehemalige Masthand und greifst zum Schothorn. Dieses ziehst du nun impulsiv an deinem Körper vorbei nach hinten. Die ehemalige Segelhand greift unter dem Unterliek durch und versucht die andere Gabelbaumseite zu erfassen.

4. Anluven. Die Masthand schiebt den Mast gefühlvoll gegen den Wind, Richtung Wasser. Die Segelhand sollte gar nicht bzw. nur gering drücken. Verlagere dein Gewicht auf das Vordere Bein. Mit dieser Technik carvst du nun lässig an den Wind.

Manchen hilft es, den Blick auf das Masttop zu fokussieren oder auf die Menschenmenge in LUV ;)

5 .Schaufelbewegung & Absprung. Status Quo: Du stehst hinter dem Segel und carvst nach Luv - bewegst dich also sozusagen auf einen Amwindkurs. Du merkst, dass der Druck in deinem Segel stetig zunimmt. Diesen Druck kannst du in Harmonie mit deiner Mast- und Segelhand dosieren. Für den Absprung musst du den Druck in deinem Segel in deinen Sprung investieren.

Drücke hierfür kräftig mit der Segelhand auf den Gabelbaum und ziehe kurz darauf mit dem Mastarm das Rigg zu dir und etwas Richtung Brettnase. Das assoziere ich immer mit einer Schaufelbewegung. Begebe dich in Rückenlage. Du fliegst.

6.Flug. Reflexartig streckt man häufig die Beine von sich weg. So verlierst du allerdings das Brett und wirst in der Luft zerissen. Versuche dich in der Luft klein zu machen und das Brett sobald wie möglich unter deinen Körper zu ziehen. Ziehe etwas am Gabelbaumende um über das Brett zu kommen.

7.Landung. Die Beine dezent strecken und Druck auf den Mastfuß geben.

Der typische Switch Kono knallt bei der Landung. Elegant wäre natürlich ein Nose-Dive oder sogar die Fortsetzung zum Skopu – einer geslideten 180-Grad Ausleitung des Konos. Aber erstmal klein anfangen ;) Viel Spaß beim Abheben!

Tags: accessyourpotential, quick tips, switch kono, Tobias Schwarz, tricktionary, windsurfing

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